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Revolution in Deutschland 1918-1923 - Was oft in Hinterzimmern von Kneipen begann schlug bald große Welle

Am Donnerstagabend (23.11.) war Daniel Kulla bei uns zu Gast. Thema seines Vortrages war die Novemberrevolution von 1918-1923.
10 Gäste hatten sich im RosaLuxx. eingefunden.

Der unmittelbare Auslöser war der Flottenbefehl der Seekriegsleitung vom 24. Oktober 1918. Dieser sah vor, die deutsche Hochseeflotte trotz der bereits feststehenden Kriegsniederlage Deutschlands in eine letzte Schlacht gegen die britische Royal Navy zu entsenden. Gegen diesen sinnlosen Plan richtete sich die Meuterei einiger Schiffsbesatzungen am 3. und 4.November und die Kieler Matrosen hissten die rote Fahne. Dieser Aufstand mündete innerhalb weniger Tage im gesamten Reich zur Revolution, wie Kulla weiter veranschaulichte.
Die revolutionäre Stimmung lies sich bereits in den letzten Jahren des ersten Weltkrieges erahnen. Beim Feierabendbier in Hinterzimmern von gängigen Kneipen formten sich ab 1916 politische Strukturen und die ersten Massenstreiks wurden organisiert, erklärte Kulla.
In der ersten Novemberwoche 1918 breitete sich die Bewegung über Lübeck, Bremen, Dresden, das Ruhrgebiet bis nach München aus. Im Januar 1918 waren schon 300.000 Menschen in Berlin beteiligt bis schließlich am 9.11. die Monarchie endgültig endete und eine Republik ausgerufen wurde. Als am 15. Januar Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet wurden, fanden große Trauerdemonstrationen statt, die noch bis heute Tradition haben ...

Diese und weitere Stationen beleuchten die wichtigsten Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte, der Novemberrevolution, in Kullas Vortragsreihe. Im kommenden Jahr sollen noch Veranstaltungen in Jena, Chemnitz, Augsburg, Regensburg, Landshut, Potsdam und Hamburg stattfinden. Die genauen Termine dazu findet ihr auf www.classless.org .