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LINKE kritisiert Graffiti-Projekt in der Bahnunterführung

Am Wochenende wurde durch hiesigen Graffitikünstler Max Kosta sowie weiteren Sprayern die Fußgängerunterführung zwischen Rennbahn und ehemaliger Synagoge mit einem Wandbild gestaltet. Den Auftrag dazu erteilten die Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH sowie der Kunstverein Eisenach e. V. Doch die Stadtverbandsvorsitzenden der LINKEN, Kristin Lemm und Uwe Semmler, sowie die linke Landtagsabgeordnete Kati Engel kritisieren diese Projekt scharf, denn an der Herstellung dieses Graffito waren unter anderem die stadtbekannten Neonazis Kevin Noeske und Maximillian Andreas beteiligt. Nach Aussage von Max Kosta wollte dieser ein Graffito mit Linken und Rechten zusammen gestalten, um einem Übersprühen vorzubeugen. "Aber das funktioniert so nicht", äußert sich Kristin Lemm. "Dies würde voraussetzen, dass alle Graffiti in der Stadt lediglich von zwei politischen Gruppen gesprüht werden. Betrachtet man aber allein die vielen RWE-Graffiti, so ist offensichtlich, dass dieser Gedanke nicht aufgeht." "Es kann nicht sein, dass wir ausgerechnet Kevin Noeske, welcher für über 70 Nazi-Schmierereien in Eisenach verantwortliche ist, jetzt noch damit aufwerten, dass er offizielle Graffiti für die Stadt machen darf", empört sich Uwe Semmler. "Zumal es sich bei Herrn Noeske außerdem um einen bekannten rechten Gewalttäter handelt, welcher regelmäßig durch brutale Übergriffe auf Andersdenkende auffällt", ergänzt Kati Engel. "Wir sind hoch schockiert, dass Max Kosta trotz dieses Wissens mit ihm zusammenarbeitet und es scheinbar auch der Stadtverwaltung bekannt war, wer dort dieses Graffito herstellt."