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Kunstaktion zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome

Anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome fand am 09.11. eine stadtweite Kunstaktion in Eisenach statt. Zwischen 1933 und 1945 sind 240 Jüd*innen aus Eisenach umgekommen. Sie starben in Gaskammern, in Arbeitslagern, durch Freitod vor ihrer Deportation. Eine stadtweite Kunstaktion hat am 09.11. an sie erinnert und vor neu aufkommendem Antisemitismus gemahnt. Über 900 Menschen waren daran beteiligt.

Die Kunstaktion begann bereits am 30. Oktober. In einer „Offenen Werkstatt“ im KUNSTPavillion in Eisenach entstanden genau 240 übergroße Stolpersteine - beschriftet mit den Namen der Lager in denen die Eisenacher Jüd*innen ermordet wurden. So beteiligten sich Schulklassen, Vereine, interessierte Bürger*innen, Geflüchtete und natürlich auch das RosaLuxx.

Mit einer Menschenkette aus etwa 600 Schüler*innen wurden die Gedenksteine vom KUNSTpavillon in die Karlstraße, früher Judengasse, getragen und verteilt. Mit Straßentheater untermalten junge Schauspieler*innen die Aktion. Die Gesichter aschgrau geschminkt, liefen sie mit großen Koffern auf und ab um immer wieder vor den aufgetürmten Steinen zu erinnern.

Den Abschluss des Tages bildete der jährliche „Weg des Gedenkens“ der Stadt Eisenach, diesmal in umgekehrter Richtung – man wollte das Leben vom Bahnhof zurück in die Stadt, und schließlich zur Synagoge, tragen. Mit Musik, Tee und jüdischem Gebäck blieb noch Zeit für Gespräche und die ewige Erinnerung.

Ein großes Dankeschön geht an Hans Ferenz , der diese Aktion geplant, organisiert und geleitet hat.