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DIE LINKE. Thüringen Vernetzt

 
21. Februar 2017

Was ist eigentlich der Frauenkampftag und warum darf dieser auch heute nicht an Bedeutung verlieren?

In Zeiten, in denen ein Rechtsruck in unserer Gesellschaft nicht mehr abzustreiten ist, scheint auch eine Rollenverteilung der Geschlechter wieder mehr an Bedeutung zu gewinnen. In rechten Traditionen, wird der Frau seit jeher die Rolle als Mutter zugeschrieben. Sie soll hauptsächlich die Arbeit im Haushalt übernehmen und somit dem Mann dienen. Dieser gilt wiederum als der Haupteinkommensbezieher und Familienversorger. Der Frau wird also ein Großteil ihrer Selbstbestimmung abgesprochen, indem sie sich in ein persönliches Abhängigkeitsverhältnis begeben soll. Darüber hinaus ist es in vielen Fällen doch einfach utopisch, dass heute nur ein Einkommen ausreicht um ein gutes Leben zu führen. In dem Fall wird der Frau natürlich gestattet, sich einer Doppelbelastung auszusetzen und etwas dazu zu verdienen.

 

Aber eine Doppelbelastung ist natürlich nicht genug. Noch immer erhalten Frauen in Deutschland durchschnittlich 22% weniger Lohn als Männer, und dies häufig bei gleicher Qualifikation. Auch sind Frauen einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt. Nicht selten sind sie alleinerziehend und wenn sie neben Kindererziehung und Hausarbeit noch einen Angehörigen pflegen müssen, sind die 24 Stunden, die ein Tag hat, einfach nicht ausreichend um noch einen Job in Vollzeit auszuüben.

Auch sind es immer wieder Frauen, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind. In 99% der Fällen, geht diese Gewalt von Männern aus.

Es gilt also endlich, dass Problem beim Namen zu nennen. Dieses heißt Sexismus. Wir alle dürfen nicht erst reagieren, wenn Frauen Gewalt erlebt haben. Es gilt sie zu schützen und den strukturellen Sexismus in unserer Gesellschaft abzuschaffen. Die noch viel zu weit verbreiteten Klischees, dass Frauen psychisch und körperlich weniger belastbar sind, müssen aus den Köpfen verschwinden. Es ist Zeit, dass Männer von ihrem hohen Ross runter kommen und im Haushalt anpacken. Typisch „weiblich“ oder typisch „männlich“ gibt es nicht! Konstruierte Geschlechterverhältnisse müssen entkräftet werden.

 

Natürlich darf dieser Kampf nicht nur am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, stattfinden. Der Tag soll aber daran erinnern, was eine Frauenbewegung schon geschafft hat. Er soll ermutigen und aufzeigen, dass der Kampf weiter gehen muss.

 

Anlässlich des diesjährigen Frauenkampftages, möchten wir Euch zu folgenden Veranstaltungen in Eisenach einladen:

2. März 2017 ab 18:30 Uhr - Vortrag: „Frauendemos, Plastiknelken und die Sache mit dem Sternchen - Geschichte und Aktualität des Frauentags“ mit Sinje Ludwig und Koschka Linkerhand im RosaLuxx.

6. März 2017 ab 14:30 Uhr - Gemeinsames Kaffeetrinken zum Frauenkampftag mit Heike Werner (Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) im Nachbarschaftszentrum

 

8. März 2017 ab 18:30 Uhr Filmvorführung: „Suffragette - Taten statt Worte“ im RosaLuxx.