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9. März 2017

Unser Veranstaltungsreihe zum internationalen Frauenkampftag in Eisenach

Beginnend mit einem Vortrag mit dem Titel: "Frauendemos, Plastiknelken und die Sache mit dem Sternchen - Geschichte und Aktualität des Frauentags" mit Sinje Ludwig und Koschka Linkerhand, begann unsere Veranstaltungsreihe zum diesjährigen Frauenkampftag am Abend des 02.03.2017 im RosaLuxx.

Die beiden Referentinnen starteten mit einem geschichtlichen Abriss zum Ursprung des Kampftages. Klar ist, dass der 8. März, der auch heute noch als internationaler Frauentag gilt, auf kein spezifisches Ereignis zurück geht. Fest steht aber, dass der Tag eine sehr lange Tradition hat. Man geht davon aus, dass die Idee, einen solchen Tag einzuführen, um 1900 im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen entstand. Als Initiatorinnen des ersten Frauenkampftages gelten sozialistische Arbeiterinnen aus den USA. Wegen unzumutbarer Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken hatten sie einen Frauenkampftag ausgerufen.

Anhand von Bild- und Videomaterial stellten die beiden Referentinnen anschaulich dar, welche Bedeutung der Frauenkampftag auch heute noch hat und das die internationalen Frauenkämpfe in den letzten Jahren sogar einen Aufwind haben. Für viele der 25 Besucher*innen der Veranstaltung, war sicher die Diskussion im Anschluss am spannendsten. Hier erwiesen sich Koschka und Sinje als Expertinnen bei Fragen und Antworten rundum den Kampf von Frauen für Emanzipation und Gleichberechtigung.

Weiter ging unsere Veranstaltungsreihe dann am 06.03.2017. Zahlreiche Genoss*innen und interessierte Gäste folgten unserer Einladung und sorgten für ein prallgefülltes Nachbarschaftszentrum. Zunächst lauschten sie den einleitenden Worten die Stadtverbandsvorsitzende Kristin Lemm (DIE LINKE. Stadtverband Eisenach). Anschließend konnten sich die Besucher*innen bei Kaffee und Kuchen einige Videos zu geschichtlichen und aktuellen frauenpolitischen Themen anschauen, um gegen 15:30 Uhr begrüßende Worte von Heike Werner (Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) zu empfangen. Die Ministerin fühlte sich sichtlich wohl in der ungezwungenen Runde und viele der Besucher*innen nutzen die Chance, Probleme und Fragen anzusprechen.

Abschließend zeigten wir am 8. März 2017 in den Abendstunden den Film "Suffragette - Taten statt Worte" im RosaLuxx. Der Film beschäftigt sich mit den Anfängen der Frauenbewegung in Großbritannien. Er stellt anschaulich den aufopfernden Kampf der militanten Suffragetten für das Frauenwahlrecht dar und zeigt welcher Repression diese ausgesetzt waren. Der Film ist durchweg gelungen und ermutigt zum Aufstehen. Er ermutigt zum Kämpfen.

Mit unserer Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauenkampftag wollten wir ein weiteres Mal darauf aufmerksam machen, dass eine Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen in vielen Bereichen nicht verwirklicht ist. Noch immer erhalten Frauen in Deutschland durchschnittlich 22% weniger Lohn als Männer, und dies häufig bei gleicher Qualifikation. Auch sind Frauen einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt. Sicher hat sich in vielen Ländern das gesellschaftliche Leben für Frauen inzwischen verbessert. Doch dies ist vor allem auf die fortwährenden Kämpfe der Frauenbewegung zurückzuführen. "Der 8. März soll daran erinnern, was die Frauenbewegung alles geschafft hat. Er soll ermutigen und aufzeigen, dass der Kampf weiter gehen muss." so die Thüringer Landtagsabgeordnete Kati Engel (DIE LINKE).