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28. Juni 2017

Pacemakers ReformationsTour: Rad-Demo für eine Welt ohne Atomwaffen macht Halt in Eisenach

Foto: www.pace-makers.de

Diesen Freitag werden wir gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach und dem Team des Nachbarschaftszentrums etwa 40 Radsportler*innen auf dem Eisenacher Markt in Empfang nehmen und mit kleinen Köstlichkeiten und kühlen Getränken versorgen. Die Frauen und Männer machen im Rahmen einer dreitägigen Friedensdemonstration auf dem Zweirad auch Halt in der Wartburgstadt.

Während der zweiten Verhandlungsrunde für ein Atomwaffenverbot in New York, ist die Pacemakers ReformationsTour der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg vom 29. Juni bis 1. Juli unterwegs von Bretten über Würzburg, Bad Salzungen, Eisenach, Erfurt, Halle bis nach Wittenberg. "Bis zu 40 Radsportler*innen sind bei der schnellsten und längsten dreitägigen Friedensdemonstration der Welt Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen", freut sich Roland Blach, Landesgeschäftsführer der DFG-VK und Koordinator der Pacemakers.

"Ein Verbot von Atomwaffen ist in greifbarer Nähe nachdem am 22. Mai der Entwurf für ein Vertragstext vorgelegt wurde. Ein großer Erfolg unseres jahrelangen Kampfes - ein Beleg für das ausdauernde, beharrliche Engagement der Zivilgesellschaft - weltweit" ist sich Blach sicher. "Diesen langen Atem dokumentieren die Radfahrer*innen auf ihrer Tour durch die 5 Bundesländer - Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Als Botschafter*innen für atomare Abrüstung." Lokal unterstützt von Landtagsfraktionen, Oberbürgermeister*innen, Friedensorganisationen, Weltläden und Parteien.

Seit 15. Juni und bis 7. Juli treffen sich Vertreter*innen von rund 130 Staaten in New York und werden nach jetzigem Stand der Verhandlungen ein starkes Abkommen zur Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen beschließen. Leider nimmt die Bundesregierung trotz vielfältiger Forderungen und Entschließungen von NGO´s oder dem evangelischen Kirchentag nicht an diesen Gesprächen teil.
Mit der Pacemakers ReformationsTour soll auf diese historischen Verhandlungen und die bislang ablehnende Haltung der Bundesregierung öffentlich aufmerksam gemacht werden. "Offiziell gibt sich die Bundesregierung immer als Verfechterin einer atomwaffenfreien Welt. Daran muss sie sich auch messen lassen. 93 Prozent der Deutschen sind für ein völkerrechtliches Atomwaffenverbot, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Ärzteorganisation IPPNW ergeben hat", so Blach. Die Bundesregierung solle sich zudem für den Abzug der restlichen Atomwaffen aus Deutschland einsetzen.
500 Jahre nach Beginn der Reformation ist es Zeit für eine neue Reformation: weg von der Logik (nicht nur) der atomaren Rüstung hin zur Abschaffung von Atomwaffen und einer Kultur der Gewaltfreiheit und der Friedenslogik. Bretten und Wittenberg als Start- und Zielort sind Partnerstädte und eng historisch mit der Reformation verbunden. Beide Städte sind sehr engagiert für Frieden und seit Jahren Partner der Pacemakers.