17. Mai 2018

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*phobie

Kaum zu glauben, aber erst am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen, Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen.
In Deutschland war Homosexualität lange nicht nur Tabuthema, sondern sogar strafbar: Grundlage dafür lieferte § 175 des Reichsstrafgesetzbuches von 1872, der männliche Homosexualität generell unter Strafe stellte. Frauen wurde kein eigenständiges sexuelles Begehren zugestanden – weibliche Homosexualität blieb straflos. Der § 175 fand auch in der BRD weiterhin Anwendung.
Männer wurden aufgrund ihrer Homosexualität u.a. zu Haftstrafen verurteilt. 1994 wurde § 175 dann endgültig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Wie ist die Situation weltweit? In 72 Staaten ist Homosexualität unter Männern noch immer strafbar – meist droht hier eine Gefängnisstrafe (bis zu Lebenslänglich). Homosexualität unter Frauen hingegen ist „nur“ in 45 Staaten illegal. 13 Länder (u.a. Somalia, Saudi-Arabien u. Pakistan) sehen sogar die Todesstrafe vor.
Der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*phobie, kurz IDAHOT (engl. International Day against Homophobia, Transphobia and Biphobia) wird seit 2005 am 17. Mai als Aktionstag begangen um an die Opfer von Diskriminierung und Gewalt zu erinnern.

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Quelle: http://www.rosaluxx.de/nc/start/aktuell/detail/artikel/internaionaler-tag-gegen-homo-bi-inter-und-transphobie/